Samstag, 17. April 2010

Luftraumsperrung

Ich habe grade mal ein bisschen im Internet rumgeschaut, nach ein paar Nachichten. Und da habe ich erst erfahren, dass diese Luftraumsperrung nicht nur in UK besteht, sondern auch im Rest Europas. In Großbrittanien besteht dieses Flugverbot schon ich glaube 3 Tage. Der brittische Lutraum ist vorerst noch bis Morgen 1 Uhr Mittags gesperrt. Und ich bekomme das hier im Hostel natürlich voll mit. Meine Zimmergenossin wollte gestern eigentlich von hier nach Dublin fliegen. Konnte sie natürlich vergessen. Sie blieb noch ne Nacht länger hier und ist heute um 3 mit dem Bus los. Morgen Nacht um 1 ist sie dann endlich da. Und solche Geschichten gibts hier natürlich oft. Leute die mit dem Bus 8 bis 13 Stunden fahren nur um hier her oder hier weg fahren.
Ich kann mir vorstellen dass das noch so 2 Wochen anhält. Es könnte ja noch Monate so weiter gehen. Man kann einfach nichts gegen machen. Und ich finde es irgendwie extrem lustig um ehrlich zu sein. Das zeigt, das trotz all unserer Technik und allem, wir trotzdem noch so von der Natur abhängig sind und so ein "kleines" Ereignis alles komplett durcheinander bringen kann.
Fazit: Ich bin froh im Moment nicht reisen zu müssen.

Donnerstag, 15. April 2010

Enttäuschung

Also heut war echt ein beschissener Tag. Und dabei hat er so gut angefangen.
Eigentlich wollte ich so um 9 rum aufstehen. Aber ich war gestern so spät ins Bett gegangen, dass ich mich am Morgen schlecht fühlte. Also blieb ich bis 11 liegen. Frühstück is in diesem Hostel bis 12 vom demher wars okay. Also hab ich mir ein bisschen Make-up in die Fresse geschmiert, Mützchen aufgesetzt und bin runter. Dann erstmal duschen und schminken und blah.
Ich hatte vor so 2 Wochen nen Typen auf der Straße getroffen. Er arbeitete für son Charitykram und versuchte Spenden für die „Mental Health Foundation“ zu sammeln. Er gab mir die Nummer von seinem Teamleader und meinte ich könne es bei der Organisation versuchen. Die bezahlen 7,50Pfund die Stunde. (In London habe ich 5,80 – Minimumlohn bekommen). Und nach 2 Wochen hatte ich mich heute endlich mal durchgerungen da anzurufen. Ich hasse es sowieso fremde Menschen anzurufen und dann auch noch auf Englisch… puh, das fiel mir echt schwer. Ich stammelte da also was zusammen, aber ich konnte mich irgendwie ausdrücken. Der Typ am Telefon meinte, sie suchen immer nach Leuten und ob ich frei wäre für ein Vorstellungsgespräch heute um 3. Ich sagte natürlich zu, er gab mir die Adresse und alles war fein. Ich schaute im Internet noch auf ihre Seite und machte mich los. Das Büro war nur so 10/15 Minuten von mir weg.
Es brauchte etwas länger um reinzukommen. Das war ein größeres Gebäude mit verschiedenen Organisationen drinnen. An der Rezeption war leider keiner, also kam ich auch nicht rein. An der Klingel stand die Organisation leider nicht. Aber irgendwann kamen Menschen so in meinem Alter raus und die ließen mich rein und die fragte ich dann auch gleich, wo diese Organisation denn war. Büro 6, den Gang runter und dann links.
Aus dem Büro kamen aber Stimmen, also traute ich erst nicht zu klopfen. Aber dann war es ja irgendwann um 3. Also überwindete ich mich zum 2. Mal an diesem Tag und klopfte. Der Mann war grad in nem Gespräch mit nem Anderen. Er sagte ich solle nur einen Moment draußen warten. Er hatte mich ein bisschen vergessen. Die kamen aber dann, kaum war ich draußen auch schon raus.
Der Mann gab mir was zum Durchlesen, mit den Bedingungen und blah und ein Formular, was ich ausfüllen musste. Das folgende Gespräch lief soweit eigentlich ganz gut. Es war eine entspannte Atmosphäre und ich verstand mich mit ihm soweit auch ganz gut. Er war schon etwas eingenommen von den anderen Vorstellungsgesprächen die er schon hatte, meinte er und musste über die Fragen nen bisschen länger überlegen. Aber ich war sehr konsequent, offen und selbstsicher.
Zum Schluss meinte er, er trifft die Entscheidung heute. Wenn er sich bis 7 meldet hab ich den Job, wenn nicht bedeutet das „Danke für Ihre Zeit, aber Sie waren leider nicht erfolgreich.“ Ich war recht optimistisch. Es war grad mal halb 4. Ich kaufte mir was zu essen (überbackene Schnitte Hawaii), ging auf einen barfuß Spaziergang in den Park. Das Wetter war echt schön, zwar im recht frisch irgendwann aber sehr sonnig. Wird auch langsam Zeit, ne?
Ich trank noch nen Cappuccino, aber ich hatte etwas Kopfschmerzen und war müde. Also ging ich in mein Zimmer und wollte ein bisschen Schlafen. Es war zwar schon halb 7, aber ich war noch nicht beunruhigt.
Aber er rief nicht an. Ich klammerte mich an die Idee, vllt. aus Aufregung meine Handynummer falsch geschrieben zu haben und ging meine Mails schecken. Keine Mail.
Es ist mittlerweile 9 vor 9. Kein Anruf, keine Mail. Ich bin echt enttäuscht und all meine gute Laune is verflogen. Ich hab Kopfschmerzen, noch schlimmer als vorher. Meine Knieprobleme, die ich durch meinen Job in London bekommen hab sind wieder da und das zieht mal wieder bis in meinen Unterschenkelknochen. Und ich hab echt keinen Bock mehr auf überhaupt irgendwas heute. Ich will nen Drink und 5 Stunden lang sinnlose Sat1 Probespiele spielen.
Ich hoffe es ergibt sich echt was die Woche. Ich weiß gar nicht mehr, wozu ich morgens noch aufsteh.
Naja, was solls. Ich hoffe euch gehts besser. Ich lieb euch und ihr fehlt mir.

In Love, XoxO Maria

Hey! Hallo! Wie gehts? (Allgemein und Paris)

Hey!!
Mal wieder ein neues Hallo von mir.
Es gibt so viel eigentlich nicht zu berichten. Aber irgendwie will ich es doch schaffen diesen Blog wieder zu beleben.
Also ich bin jetzt in Edinburgh. Ich bin nach Paris erst nach Glasgow. Aber das war irgendwie nich so der Bringer. Also bin ich nach Edinburgh. Das hab ich aus dem Zug von Paris nach Glasgow gesehen und fands voll toll. Und es IST Wunderschön!!
Joa, Paris war soweit ganz in Ordnung. Die Stadt is echt schön, so viel Kunst überall, gechillte Atmosphäre. Alles ziemlich entspannt. Aber ich kenne ja jetzt nich so viele Menschen in Paris. Und Jim (der Freund bei dem ich gewohnt habe) musste auch bis auf 2 Tage die Woche bis 5 arbeiten, dh ich sah ihn dann um 6/7 rum. Mit dem wars ja auch nicht so einfach. Ich kann halt nich so viel Zeit mit einem Menschen verbringen. An unserer Sightseeing-Tour an einem seiner freien Tage war ich irgendwann so genervt von ihm, dass ich nicht mehr mit ihm geredet hab. Er hat mich die ganze Zeit nur dumm gemacht und manchmal auch echt beleidigend. Da wollte ich dann einfach nich mehr. Außerdem wusste ich ja, dass da von seiner Seite auch noch nen bisschen was anderes sein könnte, und das hat die ganze Sache nicht grade einfacher gemacht. Aber das wusste ich ja vorher. Schlussendlich kann ich eigentlich sagen, dass dieses Zusammenwohnen uns eher voneinander entfernt hat. Am letzten Tag musste ich dann auch aus der Wohnung raus. Seine Vermieterin fand es nich so toll das ich komm und Jim meinte zu ihr ich bleib nur ein paar Tage (ich war 2 Wochen da!!!) und die wollte in der Nacht da schlafen. Am nächsten Tag musste ich früh meinen Zug nehmen, d.h. sie würde mich sehen und meine riesen Tasche. Jim meinte es sei schon in Ordnung. Mein letzter Tag verlief aber etwas anders als geplant, also bin ich früher zurück zur Wohnung. Ich wusste das sie kommt, Jim erzählte ich später, dass ich es vergessen hatte. Ich dachte, vllt. ist sie ja noch nicht da. War sie aber. Ich sah die offene Tür zu ihrem Zimmer, was sonst immer verschlossen war und wollte eigentlich schnell ins Zimmer huschen oder wieder raus, aber noch bevor ich irgendwo hinrennen konnte, kam sie schon aus dem Zimmer. Wir unterhielten uns kurz und ich sagte zu ihr, ich wär nur ein paar Tage hiergeblieben und ich würde am nächsten Tag wieder fahren. Schien okay für sie zu sein.
Aber als ich dann im Zimmer saß, fing sie an mit irgendwem zu telefonieren und zu schreien. Ich hab noch nie ne Frau oder irgendwen so lange, so aufgebracht diskutieren gehört. Ich hatte Angst, dass es Jim war. Ich konnte ihn auf seinem Handy nicht erreichen. Aber es war nicht er. Ich versuchte irgendwen anzurufen, weil ich Angst vor dieser Frau hatte und mich ablenken wollte, aber ich konnte keinen erreichen. Meine Mutter rief mich kurz darauf zurück. Sie saß grad in ihrer Englischklasse. Dann kam Jim irgendwann. Er war suuuper nervös und fragte mich, warum wir uns nicht in der Stadt getroffen haben. Das wollten wir ja eigentlich. Das war so richtig vorwurfsvoll wie er das sagte. Ich dachte mir nur, am nächsten Morgen hätte sie mich eh gesehen und das weißt du auch. Er meinte, er könnte mich da heute nicht schlafen lassen. Ich müsse meine Tasche packen und ins Hostel. Er wollte nicht aus seiner Wohnung gekickt werden. Ich fand diese ganze Aktion zwar so ziemlich sinnlos, schließlich hatte sie mich jetzt ja schon gesehen und würde mich morgen abreisen sehen, aber naja. Also sind wir ins Hostel. 25Euro pro Nacht… Naja. Immerhin hatte ich ein 4 Bettzimmer für mich allein und Bad mit Badewanne. War nur scheiße, dass das an diesem Tag passiert ist. Es war St. Patriks Day und da Jim ja mal in nem irischen Pub da gearbeitet hat, wäre das echt nen cooler Abend geworden. Aber naja. Kann man nich ändern.
Sonst war Paris sehr ruhig für mich. Hab vieeeel geschlafen, bin rumgelaufen, wurde auf einem Friedhof eingesperrt (was ruhigeres gibt’s wohl kaum), in Cafés rumgesessen. War schon echt entspannt. Nach diesen 6 Monaten in London musste ich ne Menge Kraft wieder auftanken… Nur 2 Abende waren nich so ruhig. Am Donnerstag hatte ich mich mit einem Mädchen getroffen, dass ich in London kennen gelernt hatte. Wir trafen und halb 5 und sie wollte mit mir in die Wohnung eines Freundes und was trinken. Sie meinte sie hatten vor 2 Tagen da ne Party gehabt (also Dienstag, und dieses Mädchen geht noch zur Schule…) und da wäre noch ne Menge übrig. Ich wollte trotzdem ne Flasche Wein kaufen.
Dieser Ort war der verrückteste und merkwürdigste Ort, an dem ich je war. Diese Wohnung von diesem Freund von ihr war so richtig runtergekommen. Die war in nem Hinterhof von nem Gebäudekomplex. Die Tür war aus Stahl, wie so alte Kellertüren. Es gab keinen Teppich, man is da einfach auf bloßen Stein gelaufen. Man kam als 1. Ins Wohnzimmer. Von den Wänden waren nur eine oder 2 gestrichen, von den anderen kam der Putz runter. Für die Sofas die da standen war durchgesessen schon gar kein Ausdruck mehr. Überall lag Zeug rum und es stank nach Qualm. Aber immerhin hatte er einen riesigen Flachbildschirmfernseher im Zimmer, der neben der schon braunen Palme, neben der er stand einen perfekten Kontrast ergab. Das Wohnzimmer ging dann offen zur Küche über. Dazwischen war noch eine Treppe, die zu so nem selbstgebauten, eigebauten Hochbett führte, so wie es mein Cousin mal hatte. Die Küche hatte sogar einen Herd und ne Mikrowelle. Und es standen Putzmittel rum, auch wenn die Wohnung nicht wirklich danach aussah, als würden die viel benutzt werden. Der eigentliche Kracher an der Wohnung war eigentlich das Bad. So 1,5 mal 1,5 Meter groß, wenn überhaupt. Gleich neben der Tür war ein winziges Eckwaschbecken, was nicht sehr funktionstüchtig aussah, was es aber tat. Gleich daneben dann die Toilette ohne Brille. Die lag daneben und war gebrochen. Es gab auch ne kleines Duschkabuff, in dem ein Eimer stand, und was aussah, als wäre es seit 3 Jahren nich mehr benutzt worden. Echt rostig das Ding. Das beste allerdings war das Licht. Als ich reinkam war es rot. Ich dachte „toll, jetzt bin ich im Puff gelandet“. Als ich dann aber da war, wechselte es plötzlich zu grün und blau und zurück zu rot. Dann dachte ich „Wie abgefahren is das eigentlich? Wo bin ich hier gelandet?“ Die Wohnung war wie aus nem Film von irgendwelchen Drogenheinis.
Aber die Eltern dieses Typen wohnten nur um die Ecke und ich glaube er verbringt da mehr Zeit.
Zum Publikum: Dalila, die, die ich in London kennen gelernt hatte. Modisches Mädchen, tierisch nett und immer am Lachen. Eine aufgedrehte Blondine mit einer aufgedrehten brünetten Freundin. Der Gastgeber, Ivan oder so. So ungefähr meine Größe und sprach die ganze Zeit Deutsch mit mir. Franzosen lernen Deutsch in der Schule. Wer hätts gedacht!? Der war ganz lustig. Ich verstand zwar nur die Hälfte von dem was er sagte, aber Dalila meinte das wäre normal. Keiner verstand ihn wirklich. Und später kam dann noch so ne kleine dürre Rothaarige. Die sah aus wie 12, aber ich vermute sie war wie die andere auch so 18/19. Die war ziemlich amüsant. Sie haute sich bei der Musik immer im Takt aufs Bein, also mit der ganzen Hand. So wie mache Menschen lachen. Und dabei nickte sie dann noch so mit dem Kopf. Die war echt lustig. Naja. Die beiden Mädels haben dann am Fernseher mit ihren MP3 Playern DJ gespielt, was sie echt gut gemacht haben. Also fingen wir um halb 5 Uhr nachmittags an einem Schultag an, Bier, Wein und Wodka zu saufen. Das war alles nich so von dieser Welt. Es war aber ein echt guter Abend. Um 8 musste ich dann, nach so 3/4 Bier und weiteren 3/4 Bechern Wein dann aber gehn. Ich war zum Abendessen mit Jim und seinen Freunden in der Wohnung seiner Freundin Laetitia eingeladen. Eigentlich hatte ich darauf dann gar keine große Lust. Hätte da lieber weitergefeiert. Leider habe ich in dieser Wohnung dann meine Kamera vergessen. Ich bekam sie zwar ein paar Tage später wieder, aber sie verpasste leider den 2. Teil der Sightseeing-Tour am Moulin Rouge und Sacre Coeur (die wunderschöne weiße Kirche am Rande von Paris). Aber kann man dann nich ändern.
Joa. Dann wurde es irgendwann Zeit für mich weiterzureisen. ALLE meinten ja ich bleibe da, aber ich war ehrlich gesagt froh, als ich wieder weg war und wieder mein eigenes Leben weiterführen konnte. Ich musste den Zug nehmen, dann meine Tasche hatte 9 Kilo Übergepäck und bei 10Pfund/Euro pro Kilo, konnte ich mir den Flug dann nich mehr so leisten. Vor allem, weil Tickets Paris – Glasgow so um die 100Pfund alleine kosten. Also fuhr ich mit dem Zug 2 ½ Stunden nach London um dort dann nach Glasgow weitere 4/5 Stunden fuhr. Ich London wollte ich mich eigentlich mit Slavo treffen, aber der hatte sein Leben jetzt in die Nacht verlegt und fühlte sich am nächsten Tag dann nich so dolle. Ich war echt enttäuscht in dem Moment. Ich mein hätte er mir das schon 1 oder 2 Stunden vorher geschrieben, dann hätte ich wen anders fragen können. Aber ansonsten hatte ich noch nie so eine Reibungslose Reise, mal von den paar Mal in denen ich mit meiner Tasche in irgendwelchen Drehtüren stecken geblieben bin. Außerdem sah ich Schottland dann auch ein bisschen.
So ich glaub das reicht erst mal fürs erste. Im nächsten gibts mehr.

Hoffe euch geht’s gut. In 3 Monaten bin ich schon wieder zuhaus…

In Love, XoxO Maria