Mittwoch war mit einer der besten Tage überhaupt!!!!
Auch wenn auch er scheiße begann.
Ich fühlte mich nämlich scheiße. Mir war so schlecht. Ich hatte das Gefühl als müsste ich jeden Moment kotzen. Und ich hatte Magenkrämpfe und alles vom Feinsten. Ich wollte an dem Tag nochmal in ein Café gehen, weil ich Mario (so nem Typen von der Straße, der irgendwie für die Polizei arbeitet aber selber aussieht wie ein Verbrecher) gesagt ich komme da um 3 hin. Die suchen Leute und er kennt den Boss und hat das für mich ausgemacht. Aber ich fühlte mich echt scheiße. Ich habe mich aber nach dem Frühstück (nach dem es mir ja erst so schlecht ging) wieder hingelegt. Aber das hat ganz und gar nicht geholfen, weil ich sogar von dieser Übelkeit geträumt habe, wodurch es mir schlussendlich noch mehr nach kotzen war. Ich quälte mich dann durch die Dusche und alles und bin zu dem Cafè. Es ging mir schon etwas besser. Aber als ich da ankam (es war das selbe Cafè bei dem ich schon mal war, ich weiß nicht ob ich es geschrieben hatte. Der hatte mir das schon mal gesagt und als ich da aber ankam, wusste ich nicht ob es das war, denn ich hatte den Namen vergessen. Aber die Kellnerin verstand mich nicht, weil sie nur sehr schlecht Englisch spricht. Nur Russisch oder so. Ich fühlte mich sehr verarscht, fand aber kein anderes in dieser Straße.) sagte mir die Frau die dort arbeitet, sie hätte schon ein Mädchen, das am nächsten Tag zum Probearbeiten kommen soll. Ich gab ihr meinen CV, im Falle, dass sie nicht kommt. Ich wollte dann wieder zurück, nahm aber einen kleinen Umweg um den Blog. Ich weiß nicht mehr warum. Aber auf meinem Weg, sah ich plötzlich Mario in einem Cafè sitzen (also einen anderem) und er sah mich und so musste ich hallo sagen. Ich hatte gar keinen Bock mit ihm zu reden. Ich wollte nur schnell hin und dann sagen, ich muss noch was erledigen (ich musste glaube wirklich noch was machen, aber ich hatte noch etwas Zeit). Ich sagte ich müsse einkaufen und kochen und mein Zeug aufräumen. Aber irgendwie brachten er und sein mexikanischer Freund mich dazu mich hinzusetzen und einen Kaffee zu trinken. Am Ende war das super, denn danach ging es meinem Magen um einiges besser. Irgendwann war es dann schon recht spät. Und um 5 musste ich ja arbeiten und ich musste immer noch essen glaube ich.
Dann: arbeiten. Da begegnete mir dann Alejandro, 19 aus Argentinien. Er hatte mich irgendwann mal im Vorbeigehen angesprochen, wer ich denn sei und was ich hier tue, weil er mich jeden Tag sieht. Und ab da haben wir uns öfter mal unterhalten. Er ist eigentlich wie son Knuddelbär. Bisschen dicker, längere schwarze verwuschelte Haare, Bart und hat auch so ne herzliche Art drauf. Total nett. Er fragte mich, ob ich nicht mit ihm und ein paar Freunden in den Pub gehen will. Und da ich aus irgendeinem Grund wusste, dass im Hostel nix los ist, sagte ich ja. Wir wollten uns 22.30 Uhr vor Tesco treffen. Ich wollte noch was essen. Also ging ich nach der Arbeit heim. Aber es war ja Mittwoch, also bekam ich mein Geld. Wollte eigentlich nur schnell mein Zimmer weiter buchen. Aber ich kam dann mit der Deutschen aus Berlin die an der Rezeption arbeitet ins Gespräch. Und als ich ihr sagte, dass ich nur 3Pfund die Stunde bekomme, war sie erst mal geschockt und wollte mir gleich helfen. Sie gab mir die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer von nem Callcenter in London, die Deutsche für Umfragegespräche suchen. Sogar ziemlich dringend. Und sie bezahlen gut. Ich war wieder frohen Mutes. Wollte die E-Mail gleich am Abend abschicken, nachdem ich aus dem Pub wieder kam. Eigentlich hatte ich gar keine Lust drauf. Wollte sagen dass ich noch ins Hostel zurück muss wegen einer Freundin oder irgendwem. Gott sei Dank hab ich das nicht gemacht.
Als ich ankam bei Tesco(noch mit meinem Sandwich in der Hand) war er nicht da. Aber er kam von weitem auf mich zu mit 3 anderen. Ruth aus Australien, Jury aus Brasilien und Daniel aus Süd Afrika. Ich dachte erst Ruth wäre Britin, weil sei den totalen London-Style hatte. Sie hat auch echt ein Lächeln, was die Sonne aufgehen lässt. Jury. Als Jury mir sagte, dass er Brasilianer ist konnte ich es erst mal nicht glauben. Er ist sehr weiß und hat blonde Haare. Aber er sagte dann, dass seine Eltern ursprünglich aus Deutschland stammen. Das erklärte so einiges. Und Daniel ist ein recht attraktiver junger Mann, der schon bald (sehr wahrscheinlich) der britisch Armee dienen wird. Und so sieht er auch aus. Er meinte zu mir er wäre jeden Tag vorbei gekommen und hätte einen Flyer genommen und ich fragte mich, warum ich ihn nie bemerkt hatte. (By the way, hab grad mal bei facebook geguckt, ich bin sogar ein paar Tage älter als er^^ Würde ihn nicht auf 19 schätzen). Naja wir diskutierten erst mal was wir machen. Pub ist in London echt teuer und schließt ja auch 12. Also beschlossen wir nach langer Diskussion einfach bei Tesco Bier zu kaufen und uns in ihr Hostel zu setzten. Das war gleich um die Ecke. Also machten wir das. Jury verlies uns leider, weil er weiter weg wohnte. Ich verstehe immer noch nicht, warum er nicht einfach hier in mein Hostel oder ins Royal Bayswater Hostel zieht. Er ist eh die meiste Zeit hier in Bayswater. Naja, er ging dann. Ruth und ich bezahlten das Bier (mit Daniels Geld und noch ein paar Pfund von mir). Die Jungs hatten alle keinen Ausweis mit, obwohl halt alle 19 waren. Und dann gingen wir in ihr Hostel. Meine Stimmung hatte sich schon verbessert. Wir setzten uns dann in ihren Aufenthaltsraum, schauten erst Fußball und tranken Bier und unterhielten uns. Das war echt cool. Irgendwann kam dann auch noch son anderer Typ dazu, von dem ich aber nichts mehr weiß. Aber es war echt cool sich mit allen zu unterhalten und Bier zu trinken. Ich trinke ja normalerweise in Deutschland zumindest kein Bier, aber hier auf einmal schon. Hab hier die letzten Wochen mehr Bier getrunken als in meinem ganzen vorherigen Leben zusammen. Es kamen dann noch 2 Leute aus Venezuela dazu, Geschwister Alex und Stefanie. Stefanie hat auch son Strahlelächeln wie Ruth. Stef ist ein echt hübsches Mädchen. Alex ist noch ein bisschen jünger, 17. Sieht aber eigentlich auch nicht grade schlecht aus. Irgendwann kamen dann noch 3 Jungs(Iren) mit 2 Gitarren rein, die fragten ob es okay wäre, wenn sie ein bisschen spielen. Wir meinten solange es sich gut anhört, können sie das gerne tun. Und es hörte sich ganz gut an. Wir unterhielten uns weiter. Irgendwann kam dann son Typ rein und meinte der Raum wird in 10 Minuten geschlossen. Um 12 schließen die das da. Find ich total bescheuert. Die Iren packten ihre Gitarren ein und kamen zu uns rüber. Das gefiel mir außerordentlich. Was gibt es besseres als Musiker? ^^ Nummer 1 ist Dean. Musiker aus voller Seele. Hat sein ganzes Leben nichts anderes gemacht als Musik. Schwarze längere Harre, die aussehen als hätte er direkt nach dem aufstehen einfach nur Menge Haarspray draufgeklatscht und gut is. Nummer 2 ist Liam, 22, Büroarbeiter der sich jetzt mehr auf die Arbeit eines Barmannes spezialisieren will. Sieht aus wie ein auf dem Boden gebliebener sehr entspannter Ire mit einem strahlendem Lächeln. Und man kann sich ganz gut mit ihm unterhalten. Den letzen Namen habe ich leider vergessen. Hab die Jungs schon lange nicht mehr gesehen. Aber auch Musiker. Ich habe mich am Anfang nicht mit ihnen unterhalten, weil ich das Glück hatte, das ich direkt zwischen Alejandro und den beiden Venezuelern zu sitzen. Die unterhielten sich natürlich auf Spanisch. Ich verstand eigentlich ne ganze Menge, aber sprechen kann ich es glaube ich kaum noch. Ich benutze es nie, weil alle Spanier die ich kenne ihr Englisch verbessern wollen und mit mir Englisch sprechen wollen. Aber ich fragte Alejandro dann, ob wir nicht Plätze tauschen könnten. Und das machten wir dann.
Aber dann kam auch schon der Typ wieder und sagte wir müssen raus. Wir setzten uns erst in den Flur, aber da kam ganz schnell ein Typ (auch noch der Sohn des Managers), der meinte ob wir nicht leiser sein können. Also gingen wir raus. War ja noch für draußen gekleidet wegen der Arbeit. Es war halt echt kalt. Also setzen wir uns vor „Pizza Factory“ mit unserem Bier und quatschten da weiter. Mich belästigte dann auch eine Minikakerlake belästigte. Ich bewahrte sie aber vor dem Tod. Wollte sie nicht umbringen /lassen. Sie tut mir ja nichts. Aber sie soll nicht da sein wo ich bin. Ruth und Daniel waren irgendwann verschwunden, was erst gar nicht auffiel, weil wir alle so beschäftigt waren. Aber ich musste dann auch irgendwann aufs Klo und Alejandro zeigte mir wo es ist. Da trafen wir dann Ruth und Daniel, die im Flur vorm Klo saßen und sich unterhalten. Danach kamen sie aber dann wieder mit uns raus. Nicht sehr lange. Die hielten auch Händchen, was aber keiner außer mir bemerkte, weil sie es sehr versteckt taten. Aber ich konzentrierte mich eh mehr auf die Iren. Sie sehen eigentlich gar nicht sooo gut aus, aber die haben eine Ausstrahlung, der Wahnsinn. Vor allem Dean, der sich dann da mit der Gitarre auf die Straße stellte, spielte und sang. In dem Moment war er sehr attraktiv für mich.^^ Auch Liam ist nicht schlecht. Die Jungs sind halt echt gechillt und auf dem Boden. Das ist das was mir an den Jungs aus Dessau fehlte. Jedenfalls Großteils (einige meiner Freunde sind ja auch so^^). Die sind alle so eingebildet und nehmen sich selbst viel zu wichtig. Das war der Punkt, der die Iren für mich interessant machte. Leider wollten sie ein paar Tage später schon aus dem Hostel raus in ihr Haus in Leytonstone (etwas außerhalb Londons) ziehen.
Aber dieser Abend war einfach nur genial. Einfach nur da zu sitzen, nachts in den Straßen Londons, Bier zu trinken, mit diesen ganzen Menschen und Dean und den anderen beim Musik machen zuzusehen und einfach mal nicht an morgen zu denken sondern im Hier und Jetzt zu leben… das war einer dieser perfekten Momente, in denen man sich nicht vorstellen kann, dass es irgendwo auf der Welt grade besser ist.
Aber irgendwann verabschiedeten sich alle langsam. Ich wollte nicht das es endet. Irgendwann saß ich da mit Alejandro, Dean, Liam und Mister Namenlos alleine da. War aber immer noch super. Dean fragte mich dann nach meiner E-Mail-Adresse, so das wir über facebook in Kontakt bleiben können. Und dann verabschiedeten wir uns alle voneinander so gegen 4. Und ich ging ins Hostel. Ich setzte mich kurz auf die Treppe, weil ich meinen MP3-Player suchte. Da kam plötzlich Jim rein. Sturzbetrunken. Wir unterhielten uns dann ein bisschen. Aber er versuchte mir näher zu kommen, was ich aber nicht wollte. Irgendwann gingen wir dann ins Bett. Und ich war glücklich.
Ich hoffe ihr habt auch ein paar schöne Tage.
In Love, XoxO Maria
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